Grundgedanken: Gas im Wohnmobil

In der Konzeptphase war ich felsenfest davon überzeugt: Ich werde in meinem Aufbau definitiv ohne Gas auskommen! Ich habe keine Lust auf die Gasprüfung! Beide Punkte mögen ihre Legitimität haben, aber das hätte für mich bedeutet: Kühlen und Kochen komplett mit der Batterie, alternativ die Autarkie aufgeben und große Verbraucher nur auf einem Campingplatz benutzen – nicht wirklich sexy.

Aus diesem Grund hat sich in den letzten Monaten eine Kehrtwende ereignet und ich bin mit dem Gedanken, die Autarkie durch Gas zu realisieren, immer wärmer geworden. Am Ende der Überlegungen habe ich mich für eine 11 kg Gasflasche entschieden. Listen wir die aktuellen Gasverbraucher in der jetzigen Planung auf.

  • Koch- und Spülenkombi ca. 275 g/h
  • Dometic Absorberkühlschrank ca. 20 g/h

    Gesamtverbrauch Gas pro Stunde: ca. 300 g

Ich habe das Ganze extra mit ca. +20% Risikoaufschlag beziffert. Bei einer Füllung von 11 kg können die Geräte ca. 36 Stunden betrieben werden. Bei einer 5 kg Flasche wären es ca. 16 Stunden. Hat sicher beides seine Vor- und Nachteile. So ist die große Flasche sperrig und schwer, muss dafür aber seltener getauscht werden.

Bei der Frage, ob Gas oder nicht kommt es also nicht nur darauf an, ob man diese Art der Energieversorgung prinzipiell mag oder nicht. Vielmehr ist entscheidend, wie man mit dem Wohnmobil später verreisen möchte und wie wichtig einem Autarkie ist. Mir persönlich war es von Anfang wichtig, auch mal 1-3 Tage komplett autark stehen zu können und deshalb kam für mich nur Gas in Frage. Die deutlich teure Alternative wären wahrscheinlich Lithium-Batterien gewesen. In diesem Erstprojekt hielt ich das für einen Overkill und habe mich dagegen entschieden.

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