Kategorien
News WoMo Ausbau Renault Master

Alf goes Espana 3/3 – Finale :)

Und schon sind wir beim Finale angekommen – dafür genießen wir diesen Beitrag jetzt ganz besonders und ich werde wieder Fernweh bekommen, beim Schreiben dieser Zeilen.

Beim letzten Beitrag haben wir also Elche kurz angeschaut und fahren nun nach Alicante. Eine wunderschöne Stadt, wir kommen Nachts um 22:30 Uhr an und es ist die einzige Nacht, die wir an einem Campingplatz verbringen – wir möchte eigentlich nur Wäsche waschen und abhauen 🙂

So ziehen wir am nächsten Tag los, gehen in ein Cafe und essen ein kleines Dessert und als Ziel haben wir uns die Burg Santa Barbara gesetzt. Ach ja, natürlich hat Alicante auch einen berühmten Strand und die Temperaturen liegen so bei 18-19°C, aber Corona und Winter sei Dank: Wir sind einfach komplett alleine!!!

Zur Burg kann man hochlaufen, wir entscheiden uns aber für die Fahrt mit dem kostenpflichtigen Aufzug (ich meine es waren 4-5 €). Wir haben von der Burg relativ wenig erwartet und wollte Alicante eigentlich so als Lückenfüller nutzen, aber der Besuch bei der Burg hat sich wirklich mehrfach gelohnt.

Genug geträumt, weiter gehts. Ein echtes Highlight erwartet uns in der Nähe von Valencia: Über die App suchen wir, wie gewohnt, nach unserer nächsten Bleibe für die Nacht und entdecken einen etwas ungewöhnlichen Spot auf ca. 700m Höhe. Wie soll der Alf da nur hinkommen? Wen juckt’s? Man ist abenteuerlustig und so nehmen wir die Fahrt zum Berg natürlich auf uns.

Der Weg ist eine echte Herausforderung, zwischenzeitlich habe ich ca. 12x die Sorge, dass ich meinen Abwassertank im Unterboden abkratze und verliere, aber es sind teilweise nur wenige Millimeter, die Kunststoff und Asphalt trennen – so nah können sich Glücksgefühle und die Hölle sein. Aber dann dieser Ausblick…

Es ist eine verdammt stürmische Nacht, aber umso mit Spannung geladen. Der Morgen danach beim Frühstück zeigt uns: Wir haben alles richtig gemacht! Langsam geht es wieder zurück Richtung nach Hause, wobei wir noch ein paar Stopps vor uns haben. Gesetzte Ziele sind: Fahrradtour in Denia, die Burg von Peniscola und als letzter Halt in Spanien noch Sitges.

Ich werde die nächsten Ziele nicht mehr detailliert beschreiben, da ich sowieso persönlich mehr der audiovisuelle Typ bin. Lasst es kurz auf Euch wirken und wir sehen uns im Schlusssatz wieder 🙂

Auf dem Rückweg halten wir noch zwei Mal in Frankreich zur Übernachtung: Einmal in Chusclan und ein weiteres Mal in Dole. Was wäre ein Frankreich Aufenthalt ohne ein richtig schönes Baguette zum Frühstück? Ja, das muss sein, wobei man mir ansieht, dass ich in den letzten 13 Tagen nicht mehr so früh wach war (ich glaube es war 7 Uhr…um diese Uhrzeit kenne ich die Welt eigentlich nicht).

Schlussworte und Fazit zur Reise mit dem Wohnmobil

Wenn man die Reise als ein Ganzes betrachtet, waren es einfach sehr belohnende Tage. Von der Technik hat uns nichts im Stich gelassen, hier und da ein paar fehlende Komfort-Features, aber nichts dramatisches. Ich werde in diesem Abschnitt nicht auf die einzelnen Orte in Spanien und deren “Bewertung” eingehen, denn das hier ist kein Reiseblog – hier soll es primär um das Camping mit dem Van gehen.

Laufen wir also mal gedanklich das Fahrzeug von vorne bis hinten durch und schauen uns die einzelnen Bereiche der Technik und Innenausbau im Detail an. Falls ihr es bis hier hin geschafft habt, vielen Dank und am Technischen eher nicht so interessiert seid, könnt ihr gerne in die anderen Artikel reinschauen – ich widme diesen Teil des Beitrags für die Leute, die mehr Insights haben wollen. Los geht’s!

Motor

Ich habe 1,5 Liter Motoröl mitgenommen und hatte vor der Reise das Öl frisch gewechselt. Der Renault ist ein kleines Cookie-Monster und frisst gerne Öl. Hier kurz die Statistik nach der Reise: Ca. 1 Liter Öl bei ca. 4000 gefahrenen Kilometern. Für ein Auto aus dem Jahr 2006 und Diesel also völlig im Normalbereich. Ansonsten keine Probleme mit dem Motor, solange man ihn behutsam warmfährt und nicht überstrapaziert.

Fahrgastraum

Hier habe ich ja damals eine Schnelllade-USB Buchse in den Zigarettenzünder eingebaut und das haben wir sehr oft benutzt. Gerade, wenn man fix die Handys auf 70-80% bringen möchte, um schnell loszuziehen, ist so eine Dose einfach sehr praktisch. Ich muss aber den Fahrgastraum noch irgendwie besser mit dem Wohnraum trennen – da werde ich mir wahrscheinlich so einen Thermovorhang zusammenbasteln und dann mit einer Schiene anbringen. Wir sind zwar Sommercamper, aber gerade die Heizleistung und Isolation leidet natürlich darunter, wenn hinten alles schön isoliert und vorne durch das Glas die gesamte Kälte einbricht.

Sitzmöglichkeit

Hinten am Tisch hat eigentlich nur eine Person auf der Sitzbank platz. Aus diesem Grund haben wir uns Spanien für 5€ einen Minihocker gekauft, der perfekt seitlich an den Tisch passt. So können jetzt auch zwei Personen den Tisch aktiv nutzen. Mehr Personen hätten nur Platz, wenn ich den Fahrersitz drehbar machen würde (kommt irgendwann noch).

Küche

Hier gab es gar keine Probleme. Spüle und die Kochstelle haben alles mitgemacht. Keine Undichtigkeit oder Sonstiges. Die Schubladen funktionierten auch nach wirklich wilder Fahrt. Ich hatte kurz vor der Reise so variable Schubladenteiler für die großen Schubladen gekauft – das hat sich als sehr sehr hilfreich bewiesen, da so nichts mehr hin- und her rutschen konnte.

Trockentrenntoilette

Die Toilette ist wirklich äußerst wichtig, vor allem für das kleine Geschäft. Natürlich auch für das Große, aber hier haben wir es so gehandhabt, dass wir nach dem Entledigen direkt die Tüte in den Restmüll weggeworfen haben. Man kann es sicher mit einem kleinen Lüfter im Toilettenkasten lösen, aber uns war einfach der Gedanke nicht wohl es dort über die Tage liegen zu lassen – hat aber insgesamt hervorragend funktioniert.

Bett

Sehr gemütlich und ohne Probleme. Wir schlafen übrigens mit der Matratze direkt auf dem Holz. Ich habe die Frolis vor mehreren Monaten rausgeschmissen, da mir die Elemente ständig weggebrochen sind. Ich baue mein Bett halt öfter um und das mögen die Frolis eher nicht. Wer ein stationäres Bett ohne Umbau der Matratzen oder irgendwelchen Brettern etc. hat, der dürfte damit glücklicher werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.