Kategorien
WoMo Ausbau Renault Master

Alf’s Facelift mit Daylights ist fertig!

Das hat richtig richtig Spaß gemacht! Die Arbeit ist vollbracht – ich bin sehr happy – was will man mehr!?

Aber eins nach dem anderen, denn hier gibt es ein wenig Content zum Nachlesen, wir sind ja nicht nur zum Spaß hier 🙂 Im zweiten Teil des Videos geht es darum, die Tagfahrlichter an die Frontschürze zu bringen. Wie im vorangegangenen Teil erklärt, gibt es für den Renault Master 2 keinen Nachrüstsatz, falls man damals keine Nebelscheinwerfer mitbestellt hat. Heißt im Klartext: Man muss sich eine Frontschürze kaufen, die die Vorbereitung für die Nebelscheinwerfer on board hat.

Ich habe keine Nebelscheinwerfer und so habe ich mir die Halterungen aus dem 3D Drucker ausgedruckt. Meine einzige Orientierung war ein verpixeltes 70 x 40 mm Bild in der Reparaturanleitung von Renault. Aber ich bin froh, denn dieses Bild hat mir erst den Startschuss für die Konstruktion ermöglicht.

Wie ist der 3D Druck verlaufen?

Ich habe von beiden Teilen jeweils erste Prototyping Versionen gedruckt, heißt so flach wie möglich, aber mit den gedachten finalen Abmessungen, damit der Druck an sich nicht zu lange dauert. Zum Vergleich beim Innenadapter: Der Prototyp wurde in ca. 25 Minuten gedruckt, das finale Bauteil in ca. 4,5 Stunden. Deshalb ist es immer sinnvoll mit einer Minimalkonfiguration zu testen, sonst steht man nach ca. 5 Stunden Druckzeit vor verschlossenen Wänden und nichts passt 🙂

Die Montage

Es gibt einen Innen- und einen Außenhalter. Der Innere Halter nimmt die Tagfahrleuchte auf und wird auch zusammen verschraubt. In meinem Fall kommen M6 Schrauben zum Einsatz, gesichert mit Loctite. Der innere Halter wird mit dem äußeren Adapter mit drei 4 x 20 mm SPAX-Schrauben fixiert (es empfiehlt sich auch bei PLA ein bisschen vorzubohren, damit das Plastik nicht springt – ich habe mit einem 2 mm Metallbohrer gearbeitet).

Bei allen Schrauben gilt in Plastik: Nach fest kommt ab. Deshalb habe ich sie mit ca. 3-4 Nm angezogen und zusätzlich mit ganz wenig Loctite (mittelfest) gesichert.

Das Ergebnis

Schick ist er geworden der Alf, das neue Make-Up steht im außerordentlich gut. Die Leuchten gehen nach der Zündung an und leuchten mit 100%. Nach Einschalten des Abblendlichts werden sie auf 50% gedimmt und leuchten weiter. Mein Ziel war es eigentlich, dass die Leuchten bereits angehen, wenn man das Fahrzeug mit dem Schlüssel aufschließt, aber bisher habe ich das “Entriegelungs-12V” noch nicht gefunden, aber ich werde weitersuchen 🙂

Kategorien
Fahrzeugtechnik & Ausbau WoMo Ausbau Renault Master

LED-Tagfahrlicht im Renault Master – geht das? Jup! (Teil 1)

Kein neues Jahr ohne ein neues Projekt für den Alf! Gesagt, getan. Mein nächstes Projekt sind LED-Tagfahrlichter. Warum machst du dafür einen extra Beitrag? Ist das nicht Plug&Play? Nein 🙂

Wenn man damals ein Fahrzeug mit vorinstallierten Nebelscheinwerfern bestellt hat (wer macht das bitte bei einem Nutzfahrzeug!?) kann man die Leuchten relativ einfach nachrüsten. Die Nebelscheinwerfer-Halter sind direkt an der vorderen Stoßstange installiert – lediglich die Verkabelung muss für die LED-Tagfahrlichter neu gezogen werden. Diese Arbeit steht also in jedem Fall an, egal ob man ein Fahrzeug mit oder ohne installierten Nebelscheinwerfer hat.

Nun aber zurück zum Vorhaben: Ich habe mir fahrzeugspezifische LED-Tagfahrlichter bestellt, in meinem Fall die Version, die sich auf 50% dimmt, wenn die Abblendlichter eingeschaltet werden. Kostenpunkt ca. 56€ von Hansen-Styling.

Test der Leuchte am Konstanter mit 12 V gespeist.

Ich habe eine Stoßstange ohne vorinstallierte Nebelscheinwerfer und zudem gibt es die Halter leider nicht separat zu kaufen. Laut Aussage von Renault muss man eine “neue” Stoßstange einbauen, in der bereits Nebelscheinwerfer verbaut sind. Das ist natürlich sehr schön, aber da ich gerne die Dinge selbst mache, habe ich auch das Projekt angenommen und mich an die Konstruktion gemacht.

Das Ausgangsprodukt wird über meinen 3D Drucker gedruckt und anschließend schwarz lackiert. Als CAD-Programm benutze ich schon seit einigen Jahren Fusion360, weil das für den persönlichen Gebrauch genug Tiefe und Werkzeuge anbietet, um im 3D Druck Teile anfertigen zu können.

Hier seht ihr anhand von den Bildern meine ersten Evolutionsstufen bis hin zu finalen Bauteilen:

Evolutionsstufen von unten nach oben: Fehldruck => Prototyp 1 => Finaldruck
Außenblende für Nebelscheinwerfer final
Außenblende für Nebelscheinwerfer final
Prototypdruck – abgebrochen bei 30%
Prototypdruck – abgebrochen bei 30%

Als 3D Drucker kommt ein leicht modifizierter Creality Ender 3 V2 zum Einsatz. Die weiteren Details findet ihr natürlich, wie immer, im folgenden Video.