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Trockentrenntoilette Teil 4

Es ist fertig. Die Hölzer sind gestrichen, der Thron strahlt in grauem Antlitz mit einer hellen, transparent lasierten Oberseite gen Himmel….ja ist ok!?!

Wir machen hier natürlich keinen Quatsch, bisschen Spaß muss sein, aber ich habe mir die Technik-Fahne über meinen Artikeln geschrieben und so soll es auch gerne bleiben. Dann also zurück zur Technik!

Zuerst: Was habe ich seit dem letzten Mal noch fertiggestellt?

Seit dem letzten Stand haben eigentlich nur noch der äußere Lack, die Silikonfugen innen und er erste Test gefehlt und diese Dinge habe ich nachgeholt. Als Lack kam die, wie bereits gezeigte, Dauerschutzfarbe von Bondex zum Einsatz. Ich bekomme kein Geld von Bondex, aber ich persönlich finde die Verarbeitung und die Trocknungszeit einfach hervorragend. Man muss sich zwar mit dem Streichen etwas beeilen, aber dafür trocknet die Farbe auch bei ca. 20-23°C Außentemperatur innerhalb von wenigen Minuten nach Anstrich.

Die Oberseite wurde lediglich mit der Osmo Öl-Lasur behandelt. Diese Lasur habe ich bereits in einem anderen Holzprojekt bei mir zu Hause angewandt und finde die Verarbeitung klasse. Sieht bisschen aus wie Milch von der Konsistenz und lässt sich super auf dem Naturholz verarbeiten.

Ich habe zudem noch von innen alle Fugen mit Silikon abgedichtet, damit wirklich kein Geruch nach außen gelangen kann und das wars dann auch schon.

Die erste Nacht auf dem Pott

Kurz nach der Fertigstellung ging es auch schon an den ersten praktischen Einsatz. Ich bin alle zwei Wochen für 1-2 Nächte geschäftlich in Frankfurt im Büro. Die ersten Male habe ich mir ein Hotel gebucht, mit Dusche und dem ganzen anderen Schnick-Schnack den es gibt – Kosten ca. 60€ die Nacht. Was habe ich aber im Zimmer eigentlich so gemacht? Spoiler-Alarm: Nicht viel. Nach der Arbeit kurz essen, schnell die Nachrichten durchschauen, bisschen am Tablet daddeln oder eine Serie anschauen und dann ab in die Heia, aber geht das auch nicht einfach im eigenen Camper!?

Doch, das geht – und zwar hervorragend! Es gibt im Leben immer eine Lösung, man muss nur motiviert und offen sein Sie zu finden. Dadurch, dass ich keine Nasszelle im Auto habe, habe ich nach Feierabend den nächstgelegene Schwimmbad angesteuert. 1,5 h Stunden schwimmen und damit was für die Seele tun und gleichzeitig am Ende duschen – Problem gelöst und zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. Mittags habe ich mir natürlich über die App park4night einen geeigneten Stellplatz gesucht und die Nächte verbracht. Es ist um Länger geiler als im Hotel eingepfercht zu sein und nichts zu unternehmen.

Ich hatte erst Hemmungen in der Nacht auf die Toilette zu gehen, aber was sollte schon passieren? Nichts. Kurz das kleine Geschäft verrichtet und ab ins Bett. Am nächsten Morgen stinkt und riechte nichts. Ich habe es testweise bis zum Schluss nicht entleert, da ich wissen wollte ob irgendwann der Geruch kommt, aber Fehlanzeige.

Hier kommt es sicher auf den Nutzungszweck an: Wenn ich 6 Wochen frei an einer Stelle stehe und ständig im Klo mein Geschäft erledige, wird es Naturgemäß natürlich stinken, aber meistens stehe ich (wenn überhaupt) 1-2 Nächte an einer Stelle und fängt es da an zu riechen, wird der Inhalt einfach entleert – keep it simple 🙂

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Trockentrenntoilette Teil 3

Der Content kommt jetzt zwar etwas später, aber dafür sauber aufbereitet. Die Toilette ist praktisch fertiggestellt und den Stand, den ihr heute seht, war vor etwa 3 Wochen. Im zweiten Teil hatte ich ja den Korpus soweit fertig und jetzt kamen die Tür und die Anpassungen für den Urinkanister + Feststoffbehälter dazu.

Ich möchte in diesem Artikel etwas mehr in den deep dive gehen, weil die meiste Zeit bei der Recherche-Arbeit draufgegangen ist. Der Markt im Bereich der Trockentrenntoiletten für den Selbstbau steht gefühlt noch in den Kinderschuhen, da es leider noch sehr wenig kaufbares Material dafür gibt – speziell im Hinblick auf Trenneinsätze und Zubehör wie Kanister und Eimer.

Fangen wir mit dem Trenneinsatz an, dabei handelt es sich um den Privy 501 von Separett. Mit ca. 115 € für etwas Plastik ein sehr stolzer Preis für meinen Geschmack, aber richtig viele Alternativen in der Größe gibt es leider nicht. Auch die Recherche vom Urinkanister hat sich als relativ kompliziert dargestellt, wenn der Platz für die Toilette limitiert ist. Hier gibt es wirklich nur real 2-3 Kanister, die die passenden Anschlüsse bieten. Beim Urinkanister hatte ich exakt einen Kandidaten, der bei mir Platz findet und das war der 15 Liter Kanister mit zwei DN100 Anschlüssen von meinetrenntoilette.de. Für knapp 30€ ein echtes Luxus-Plastikgut 🙂

Beim Feststoffbehälter habe ich aber so lange gesucht, weil ich keine 30€ für einen Plastikeimer ausgeben wollte. Dabei bin ich über eBay auf eine sehr sehr günstige Alternative gestoßen. Ein einfacher Eimer mit 10 Liter und Deckel für knapp 9€. Punkt.

Einen kleinen, aber wichtigen Punkt möchte ich noch anbringen, der Druckschnäpper. Diese Art des Verschlusses gibt es leider nicht in jedem Baumarkt zu kaufen, aber genau für meinen Verwendungsfall habe ich zwingend Druckschnäpper gebraucht. Der einzige Baumarkt hier rund um Stuttgart, der diese Schnäpper anbietet ist der Globus Baumarkt. Taucht nicht im Onlineshop auf, ist aber vor Ort zu kaufen. Was für ein Krampf 🙂 Streng genommen ist der Begriff “Druckschnäpper” hier nicht ganz richtig, da es sich um keinen Druckmechanismus handelt. Am nächsten kommt wahrscheinlich der Begriff Kugelschnäpper, da etwas in eine andere Form einrastet und hält. Seis drum!

Druckschnäpper für Fronttüre

Bevor ich euch dann final zu den Bewegtbildern entlasse, möchte ich noch wichtige Bilder von den Arbeiten reinsetzen, die Euch beim eigenen Bau helfen könnten.

Genug gefaselt, ihr habt immerhin noch ein fast 10 minütiges Video vor Euch, viel Spaß und schreibt Eure Fragen direkt bei Youtube rein 🙂